Donnerstag, 22. Januar 2015

Der ganz normale Wahnsinn

Gestern war ich so platt, dass ich keine Energie für einen neuen Blog-Eintrag hatte. Ich hoffe man verzeiht mir.

Der ganz normale Wahnsinn beginnt, wenn man plötzlich nach der Entbindung wieder zu Hause ist und Mama von zwei süßen Jungs ist.

Ich bin froh,  dass mein Mann die ersten 2 Wochen zu Hause bleiben kann. Danach sehen wir weiter, wie ich mit der neuen Situation klarkomme.

Auch unser Großer verarbeitet die Veränderung.  Er hatte in den letzten Tagen eine Bronchoskopie, musste im Krankenhaus übernachte, dann war ich drei Nächte zur Entbindung im Krankenhaus, dann kam noch eine Impfung und zur Krönung bekommt er noch ein Brüderchen. Das alles innerhalb von einer Woche und mit 17 Monaten.

Ich habe ein ganz schlechtes Gewissen und er kommt mir oft traurig vor. Habe auch das Gefühl,  dass er seine Grenzen jetzt noch mehr ausprobiert.
Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein.

Ich muss mir von einer Person immer anhören,  dass ich seiner kleinen Seele Schaden zufüge, weil ich jetzt nur noch Zeit für den Kleinen habe. Aber das stimmt nicht und ich finde es sehr gemein, dass man mir versucht so ein schlechtes Gewissen einzureden. Sollte man eine Mama nicht bestärken?  Ihr sagen, dass alles gut wird? Nein, diese Person sagt mir, dass es sogar noch schlimmer wird. Traurig! Vor allem, weil sie uns sehr nah steht.

Neulich war ich mit Henry auf dem Weg zum Wickeln ins Kinderzimmer. Im Flur kam mir dann mein Mann mit Oskar auf dem Arm entgegen. Mitten in der Nacht!  Da mussten wir schmunzeln.

Da wurde uns mit einem Schlag klar, dass wir jetzt zu Viert sind.

Wir sind gesegnet mit zwei zauberhaften Kindern und dankbar für jede Sekunde, die wir gemeinsam als Familie erleben dürfen!

Und wenn die Kleinen mal ruhen, haben wir auch etwas Zeit für uns als Mann und Frau. Schauen einen Film, ruhen auf dem Sofa oder unterhalten uns über Gott und die Welt.

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