Auch Henry, unser Jüngster, hat seine erste große Fahrt super gemeistert.
Oskar, unser Großer, sitzt nun nicht mehr alleine hinten im Auto.
Gestern war ich so platt, dass ich keine Energie für einen neuen Blog-Eintrag hatte. Ich hoffe man verzeiht mir.
Der ganz normale Wahnsinn beginnt, wenn man plötzlich nach der Entbindung wieder zu Hause ist und Mama von zwei süßen Jungs ist.
Ich bin froh, dass mein Mann die ersten 2 Wochen zu Hause bleiben kann. Danach sehen wir weiter, wie ich mit der neuen Situation klarkomme.
Auch unser Großer verarbeitet die Veränderung. Er hatte in den letzten Tagen eine Bronchoskopie, musste im Krankenhaus übernachte, dann war ich drei Nächte zur Entbindung im Krankenhaus, dann kam noch eine Impfung und zur Krönung bekommt er noch ein Brüderchen. Das alles innerhalb von einer Woche und mit 17 Monaten.
Ich habe ein ganz schlechtes Gewissen und er kommt mir oft traurig vor. Habe auch das Gefühl, dass er seine Grenzen jetzt noch mehr ausprobiert.
Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein.
Ich muss mir von einer Person immer anhören, dass ich seiner kleinen Seele Schaden zufüge, weil ich jetzt nur noch Zeit für den Kleinen habe. Aber das stimmt nicht und ich finde es sehr gemein, dass man mir versucht so ein schlechtes Gewissen einzureden. Sollte man eine Mama nicht bestärken? Ihr sagen, dass alles gut wird? Nein, diese Person sagt mir, dass es sogar noch schlimmer wird. Traurig! Vor allem, weil sie uns sehr nah steht.
Neulich war ich mit Henry auf dem Weg zum Wickeln ins Kinderzimmer. Im Flur kam mir dann mein Mann mit Oskar auf dem Arm entgegen. Mitten in der Nacht! Da mussten wir schmunzeln.
Da wurde uns mit einem Schlag klar, dass wir jetzt zu Viert sind.
Wir sind gesegnet mit zwei zauberhaften Kindern und dankbar für jede Sekunde, die wir gemeinsam als Familie erleben dürfen!
Und wenn die Kleinen mal ruhen, haben wir auch etwas Zeit für uns als Mann und Frau. Schauen einen Film, ruhen auf dem Sofa oder unterhalten uns über Gott und die Welt.
Ohne meinen Mann wäre ich aufgeschmissen!!
Ich habe wunderbare Schwiegereltern, die mich und meine kleine Familie wunderbar unterstützen z.B. gestern bei Henrys Geburt. Der Termin für den Kaiserschnitt war auf 10 Uhr festgelegt. Erst um 17:30 Uhr ging es in den Kreißsaal. Den ganzen Tag haben sie Oskar für uns betreut.
Meine Familie im Norden würde uns natürlich auch jederzeit helfen. Aber 700 km sind nun leider kein Katzensprung.
Doch die größte Unterstützung bekomme ich von meinem Ehemann! Meine Güte, wie sehr ich ihn liebe!
Während ich mit Henry noch im Krankenhaus liege, kümmert er sich zu Hause liebevoll um Oskar und versucht seinen gewohnten Alltag beizubehalten. Er hat sich eine Checkliste erstellt. Wo alle wichtigen Termine und Vorhaben aufgelistet sind. Ganz wunderbar arbeitet er sie alle Schritt für Schritt ab.
Eben habe ich ein Bild erhalten. Er hat schon mal alle wichtigen Sachen für die Frühstücksbox für die Krippe bereitgestellt. Das ist so klasse und macht mich sehr glücklich!
Das ist der Vater, den ich mir für meine Kinder gewünscht habe!
Danke, dass es Dich gibt!!
Heute kam unser Sohn Henry zur Welt. Mit ihm ist die Familienplanung abgeschlossen und wir sind überglücklich!
Unsere liebe Freundin Hannah hat uns einen süßen Engel mit in den Kreißsaal geschickt. Vielen lieben Dank dafür.
Jetzt sind wir alle erschöpft und werden schlafen.
Nach einem langen Tag im Krankenhaus kam ich total erschöpft zu Hause an und fand im Briefkasten einen Umschlag von STUDIOCANAL.
Darin enthalten eine DVD als Dankeschön für meine Teilnahme an einer Umfrage zur Nutzung von Online-Videodiensten.
Ich habe mich sehr gefreut.
Es ist übrigens der Film "The Place Beyond The Pines".
Herzlichen Dank!
Dann habe ich erfahren, dass ich als Probenäherin für "Fred von SOHO" ausgewählt wurden bin. Das hat mir ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert.
Dann kam ein Testpaket aus Italien an und Kinofreikarten habe ich auch noch gewonnen. Bisschen Balsam für die Seele.
Doch der größte Gewinn an diesem Tag ist die Gewissheit, dass unser Sohn Oskar nicht operiert werden muss! Ein Geschenk Gottes! Ich bin so unendlich dankbar dafür!
Heute habe ich mir endlich mal wieder Zeit zum Nähen genommen.
Naja ... sagen wir lieber "Zeit für Schnittmuster". Nähen werde ich dann morgen. Heute wird es sonst zu spät und man weiß nie, wie Oskar nachts drauf ist.
Was ich nähen werde? Den Friis von Lolletroll! Ich bin sehr gespannt, wie es am Ende aussehen wird.
Oskar und Henry bekommen beide jeweils zwei Friis.
Fotos folgen dann morgen.
Kennt Ihr dieses zuckersüße Buch aus dem Carlsen Verlag?
"Wo ist Tuffel? - Eine Geschichte von Tilly und ihren Freunden"
von Polly Dunbar.
Das habe ich "meinen" Kindern bei der Vorlesestunde in der Bibliothek oft vorgelesen.
Hier die Kurzbeschreibung bei amazon:
Tuffel kniff die Augen zu. Ganz fest. »Hallo«, sagte Tilly. »Was machst du da?« »Ich verstecke mich«, sagte Tuffel. »Du kannst mich nicht sehen.« Aber Tilly sah ihn ganz deutlich. Tuffel lässt sich immer neue verrückte Verstecke einfallen, bringt damit die anderen aber nur zum Lachen. Dann ist Tuffel plötzlich weg - und alle vermissen ihn.
Natürlich taucht Tuffel am Ende wieder auf und alle sind glücklich!
Da hat man einen medizinisch notwendigen Kaiserschnitt vor sich und muss vor dem großen Eingriff 3x ins Krankenhaus.
Beim ersten Mal muss man sich rechtfertigen, wieso man einen Kaiserschnitt möchte.
Wenn man dann der strengen Oberärztin erklärt, dass man ja nicht freiwillig einen Kaiserschnitt haben möchte, sonder dieser notwendig sei, hellt sich ihr Gesicht sofort auf und sie zeigt auf ihren Terminkalender und möchte, dass man sich einen Geburtstermin für den kleinen Bauchbewohner aussucht.
Dann bekommt man ganz viele Unterlagen, die man bei der Vorstellung zum Kaiserschnitt mitbringen soll. Dieses Unterlagen füllt man schon zu Hause aus. Dann bekommt man den Termin für die Vorstellung genannt.
Die Vorstellung zum Kaiserschnitt ist dann der zweite Termin. Pünktlich um 10:20 Uhr kommt man im Krankenhaus an und kommt, dank Termin, schnell an die Reihe.
Man ist fast fertig und dann kommt das Grauen! Die Aufklärung bei der Anästhesie. Inzwischen sind 2 Stunden vergangen und man sitzt mit der Nummer 21 im überfüllten Wartezimmer. Pro Patient muss man ca. 20 Minuten warten. Als ich angekommen bin, war Nr. 9 gerade drin. Jetzt sind wir bei Nr. 18 angekommen. Noch 2 Patienten vor mir. Was für ein Glück.
Ich bin gespannt, ob ich danach Heim darf oder ob ich weiter wandern muss.
Da lasse ich mich überraschen.
Der dritte Termin ist dann auch der Geburtstagstermin von unserem kleinen Bauchbewohner. Ein Tag vorher müssen wir uns nur noch die Uhrzeit für den Kaiserschnitt nennen lassen.
Dann geht es am nächsten Tag zwischen 10 und 12 Uhr in den OP-Raum. Ich bin gespannt, ob dieser Kaiserschnitt anders verlaufen wird als bei Oskars Geburt.
Kleines Update. Inzwischen warte ich mehr als 3 1/2 Stunden. Jetzt möchte noch eine Hebamme mit mir sprechen.
Bei einer natürlichen Geburt bleibt einem der ganze Papierkram und die Panikmache erspart!
Sicher ist, wenn alles gut geht, sind wir nächste Woche Freitag zu Viert und als Familie komplett.
Dieses Bild hat heute jemand auf Facebook geteilt. Finde es ziemlich lustig.
Wie es aussieht geht es vielen Paaren so. Bei uns ist es jedoch anders. Bei Oskar hat mein Mann sein Gewicht gehalten und jetzt während der Schwangerschaft mit Henry, hat er sogar abgenommen. Dabei hat er das Abnehmen nicht nötig.
Nach Oskars Geburt waren 10 kg sofort fort. Mit Hilfe des Rückbildungskurses und dem Training zu Hause, hatte ich meine alte Figur schnell wieder.
Ich hoffe, dass es bei Henry auch so schnell geht. 54 kg wären perfekt.
Hattet Ihr während der Schwangerschaft auch so einen Heißhunger auf bestimmte Sachen?
Die ersten 3 Monate hatte ich immer Appetit auf Spaghetti Carbonara. Dann kam die totale Lust auf Vollmilchschokolade und in den letzten drei Monaten habe ich jetzt nur Erdnüsse und Mandarinen gegessen.
Bei Oskar waren es nur Donuts zum Ende der Schwangerschaft.
Mein Mann sagt immer, dass ich eine total entspannte Schwangere sei. Er muss mich nicht massieren und nachts auch keine Besorgungen machen.
Jedoch hat er mich zu 200% unterstützt. Er hat sich total liebevoll um Oskar gekümmert, weil ich mich wegen meinem verkürzten Gebärmutterhals schonen musste. Auch jetzt in den letzten Tagen hat er mir sämtliche Arbeiten abgenommen.
Ich fühle mich wie ein gestrandeter Wal. Morgen muss Richard wieder arbeiten und Oskar geht in die Krippe. Mal schauen, wie ich die Nachmittage ohne Hilfe überstehe.
In 10 Tagen ist Henry endlich bei uns. Er ist so wild. Viel aktiver als unser Oskar.
Unglaublich. Dann sind wir zu Viert und als Familie komplett.